Arteriosklerose: Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Arteriosklerose, in der Umgangssprache Arterienverkalkung, ist die häufigste Zivilisationskrankheit überhaupt. Sie besteht in einer Verhärtung, Verdickung und Verengung der Arterien. Diese Blutgefäßveränderungen schreiten über viele Jahre unbemerkt immer weiter fort, bis es eines Tages zu Komplikationen kommt: Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall oder Gehirnblutung.

Erkrankungswahrscheinlichkeit und Risikofaktoren

Zahlreiche Einflüsse, so genannte Risikofaktoren, können dazu beitragen, dass sich Arteriosklerose und somit Herz- und Kreislauferkrankungen entwickeln. Die wichtigsten sind erhöhter Blutdruck, Rauchen, zu hohe Blutfettwerte und familiäre Veranlagung, wenn z. B. bei mehreren Verwandten frühzeitig eine Arteriosklerose aufgetreten ist. Ungünstig für das persönliche Risiko ist es, wenn mehrere solche Risikofaktoren zusammen vorliegen. Ist das Vorhandensein von Arteriosklerose einmal erkannt, kann durch Ausschalten der Risikofaktoren eine weitere Verkalkung der Blutgefäße verhindert und sogar rückgängig gemacht werden.

Messung von Risikofaktoren im Blut

Neben den erhöhten Fettwerten, von denen seit längerem bekannt ist, dass sie das Arterioskleroserisiko erhöhen, sind in den letzten Jahren eine Reihe zusätzlicher Risikofaktoren im Blut entdeckt worden.

Eine gründliche Abklärung des Arterioskleroserisikos umfasst heute folgende Bestimmungen:

Daneben sollte das Vorliegen einer Zuckerkrankheit ausgeschlossen werden.

Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle 2 Jahre eine Gesundheitsuntersuchung. Diese umfasst jedoch lediglich eine Bestimmung des Gesamtcholesterins und des Blutzuckerwertes.

Bei bekannter familiärer Belastung sind eventuell nach einer persönlichen Beratung weitere Spezialuntersuchungen empfehlenswert.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

Zurück zur Übersicht