Drogenscreening

Der Konsum von Drogen sowie der Mißbrauch von Medikamenten sind mittlerweile alltägliche Phänomene unserer Gesellschaft. Es besteht dabei ein enger Zusammenhang mit dem Konsum von Tabak und Alkohol. Viele Menschen, insbesondere auch schon im Jugendalter, haben bereits Kontakt mit illegalen Substanzen gehabt. Nicht selten kommt es im Zusammenhang mit Drogenkonsum auch zu Verkehrsdelikten oder sogar Verbrechen.

Der Konsum von Drogen führt zu einer Beeinträchtigung von Körperfunktionen. Die verschiedenen Drogen haben unterschiedliche Suchtpotentiale und der Übergang zur Drogenabhängigkeit ist oft schwer erkennbar. Neben klassischen Drogen (z.B. Cannabis, Ecstasy, Kokain, Heroin etc.) spielen auch bestimmte Medikamente eine Rolle, u.a. Schmerz- und Hustenmittel sowie Schlaftabletten. Cannabis sowie Ecstasy (Amphetamine) sind die in Deutschland am häufigsten illegal konsumierten Drogen, gefolgt von Kokain, Opiaten und Benzodiazepinen.

Durch Früherkennung eines Drogenkonsums sind die Chancen des Betroffenen höher, sein Verhalten kritisch zu prüfen und die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Drogenkonsums zu vermeiden. Teilweise fehlt den Betroffenen jedoch die Fähigkeit oder die Bereitschaft, den eigenen Drogenkonsum richtig einzuschätzen. Drogenteste können in diesen Fällen helfen, die Aussagen des Betroffenen zu objektivieren. Häufig wird der Nachweis einer Drogenabstinenz auch im Zuge von Verfahren zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis nach Verkehrsdelikten bzw. bei rehabilitativen Maßnahmen nach Straftaten erforderlich.

Was sind Drogenteste?

Drogen bzw. deren Metabolite (Abbaustoffe) können heute mit hoher Empfindlichkeit in verschiedenen Körpermaterialien nachgewiesen werden. Dabei kommen immunologische Verfahren (unter Einsatz von Antikörpern) und chromatografische Verfahren (z.B. Gaschromatografie, LC/MS) zur Anwendung. Je nach Abstand zur Einnahme der Substanz werden Blut, Urin und in speziellen Fällen sogar Haare untersucht.

Wie verlässlich sind Drogenteste?

Die Aussage eines Drogentests ist abhängig von der Empfindlichkeit und Genauigkeit des eingesetzten Testverfahrens. Die Empfindlichkeit (Sensitivität) des Testverfahrens wird bestimmt durch die Konzentration der Substanz, die vom Testsystem erfasst werden kann. Moderne Verfahren sind in der Lage, Millionstel eines Grammes der Substanz in einem Liter Probe nachzuweisen. Eine hohe Genauigkeit des Testverfahrens bedeutet, dass die Untersuchungsmethode ausschließlich die gesuchte Substanz bzw. Substanzgruppe als positiv deklariert und keine anderen.

In Abwägung der speziellen Fragestellung und des Kostenaufwandes können mehr oder minder empfindliche Testverfahren eingesetzt werden. Meist erfolgen Drogenscreenings zunächst mittels preiswerter immunologischer Verfahren. Positive Ergebnisse dieser Teste sollten dann mit einer zweiten Methode überprüft werden.

Bei speziellen Konstellationen, z.B. für Gerichtsverfahren bzw. bei der Fahreignungsbegutachtung, bitten wir um vorherige Rücksprache.

Welche Untersuchungen gibt es?

Untersuchungen auf Drogen sollten möglichst kurzfristig anberaumt werden, da sonst etwaige Drogen im Körper abgebaut und ausgeschieden werden. Aus diesem Grund ist die Bestimmung im Urin der Bestimmung im Blut meist vorzuziehen.

Wir bieten als Screening ein qualitatives Drogenscreening an. Es beinhaltet die Analyse folgender Substanzen bzw. Substanzgruppen:

Die Gewinnung der Probe (Urin) sollte unter Aufsicht erfolgen, um Manipulationen der Probe zu vermeiden. Die Bestimmung der Kreatininkonzentration im Urin erlaubt eine Aussage darüber, ob evtl. durch erhöhte Trinkmenge die Ausscheidung forciert wurde.

Selbstverständlich besteht auf Wunsch die Möglichkeit, nach selteneren Drogen bzw. Medikamenten zu suchen.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

Zurück zur Übersicht