Immunstatus - warum werden wir krank?

Unser Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern, fremden Substanzen und Schadstoffen aus der Umwelt und vor Entartungen körpereigener Zellen. Ein Teil unserer Immunabwehr ist von der Geburt an vorhanden, z.B. die natürliche Barrieren der Hautschichten oder der Schleimhäute, verschiedene Abwehrzellen und Eiweißstoffe. Da diese Mechanismen ungezielt gegen alle schädlichen Einflüsse gerichtet sind, bezeichnet man sie als unspezifische Immunität.

Der andere Teil unserer Abwehrkräfte wird im Laufe des Lebens durch Kontakt mit Krankheitserregern und Stoffen aus der Umwelt oder durch Impfungen erworben, d.h. eine zielgerichtete, spezifische Immunabwehr. Diese wird durch bestimmte Zellen vermittelt, die entweder selbst an der Bekämpfung von Erregern beteiligt sind oder die zielgerichtete Abwehreiweiße herstellen, die sogenannten Antikörper.

Geschwächte Immunabwehr

Eine intakte Körperabwehr ist daher die Grundvoraussetzung für Gesundheit und Widerstandskraft. Ist das Immunsystem dauerhaft geschwächt, besteht die Gefahr ernsthafter Erkrankungen. Erste Signale für eine solche Schwächung sind:

Welche Einflüsse beeinträchtigen das Immunsystem?

Neben bestimmten genetischen Veranlagungen ist es vor allem die Lebensweise, die die Leistungsfähigkeit unseres Abwehrsystems negativ beeinflusst. Besonders schädlich sind:

Wie kann ein geschwächtes Immunsystem erkannt werden?

Wir bieten Ihnen eine Reihe von Laboruntersuchungen an, die anzeigen, ob und in welcher Weise das Immunsystem beeinträchtigt ist.

Humoraler Immunstatus

Diese Untersuchungen erlauben die Aussage, ob die an der Abwehr beteiligten Eiweiße und Antikörper in ausreichender Menge vorhanden sind. Durch medikamentöse Stimulation des Immunsystems sowie Impfungen kann hier eine Verbesserung des Immunstatus angestrebt werden.

Bei allergischen bzw. asthmatischen Beschwerden empfehlen wir ergänzend eine gezielte Abklärung im Rahmen der Allergiediagnostik.

Zellulärer Immunstatus

Hierbei werden alle Blutzellen und insbesondere die an der Immunabwehr beteiligten weißen Blutzellen gezählt. So können Mangelzustände und Verteilungsstörungen dieser Zellen erkannt werden, ggf. auch eine Vermehrung infolge bestehender Infektionen oder Reizzustände. Die Untersuchung des zellulären Immunstatus ist deshalb auch für die Überwachung bei immunstimulierenden Therapien geeignet, da auf diese Weise eine Erfolgskontrolle ermöglicht wird und eine Überstimulation des Immunsystems vermieden werden kann. Der Mindestabstand zwischen zwei Untersuchungen sollte dabei mindestens vier Wochen betragen.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

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