Thromboserisiko und Schutzmaßnahmen

Venenentzündung und Thrombose

Venen entzünden sich häufig nach einer Verletzung oder Infektion. Die Venenentzündung kann aber auch spontan ohne Erklärung auftreten. Die Folge ist in vielen Fällen die Bildung eines Blutklumpens (Thrombose), der den Blutstrom in der Vene unterbricht.

Eine lebensgefährliche Komplikation bei Thrombose einer tiefen Beinvene ist die Lungenembolie, wenn der Blutpfropf mit dem Blut mitgeschwemmt wird und die Lungenschlagader verstopft.

Neben einer erblichen Veranlagung können folgende Faktoren das Risiko einer Venenthrombose erhöhen:

Gefährdung durch Erbanlage

Besonders gefährdet sind Personen, die aufgrund einer Erbanlage zu Thrombosen neigen. Diese Veranlagung beruht in vielen Fällen auf einer Mutation der Gerinnungsfaktoren II (Prothrombin) oder V (Proakzelerin). Auch andere angeborene Gerinnungsstörungen können zu einer Thromboseneigung führen. Sie sind aber seltener.

Labornachweis einer Thromboseneigung

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Störungen entdeckt, die das Risiko einer venösen Thrombose erhöhen. Sie werden entweder vererbt oder im Laufe des Lebens erworben und können im Blut nachgewiesen werden. Die wichtigsten sind:

Die Kosten einer vorbeugenden Untersuchung auf Thromboseneigung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Eine Kostenübernahme erfolgt i. d. R. nur bei Vorliegen einer Erkrankung.

Grundsätzlich sollten diese Vorsorgeuntersuchungen nur bei Volljährigen, die sich wohlinformiert für den Test entscheiden, durchgeführt werden.

Vorbeugen

Menschen mit erblichem Thromboserisiko oder / und vielleicht schon einer durchgemachten Thrombose erhalten oft blutgerinnungshemmende Mittel zur Vorbeugung.

Allgemein kann das Thromboserisiko gemindert werden, z. B. durch jede Art von Beinbewegung, erhöhte Flüssigkeitszufuhr bei längeren Flugreisen, häufige Pausen mit viel Bewegung bei langen Autofahrten und natürlich Vermeiden von Nikotin und Übergewicht.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

 

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