Darmkrebsvorsorge - Früherkennung im Stuhl

Darmkrebs

Jährlich erkranken etwa 66000 Menschen neu an Darmkrebs. Mit rund 30000 Todesfällen pro Jahr ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen, besonders im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Das müsste nicht sein, denn rechtzeitig bzw. früh erkannt, können 90% der Fälle geheilt werden. Eine späte Entdeckung des Tumors dagegen führt zu einer hohen Sterblichkeit.

Risikofaktoren für Darmkrebs

Darmkrebs entwickelt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum aus gutartigen Vorstufen, z. B. Dickdarmpolypen, ohne dass irgendwelche Beschwerden auftreten. Bei einem Drittel der Fälle besteht eine familiäre Veranlagung, wenn z. B. Großeltern, Eltern oder Geschwister an Darmkrebs, Darmpolypen oder einem bösartigen Tumor des Magens oder der Gebärmutter erkrankt sind. Ein erhöhtes Risiko haben auch Personen, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (z.B. M. Crohn, Colitis ulcerosa) leiden, Übergewicht haben, sich wenig bewegen, regelmäßig Alkohol trinken und/oder Rauchen. Auch die falsche Ernährung – fettreich und ballaststoffarm – kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen.

Früherkennung

Alle gesetzlich Versicherten ab dem 55. Lebensjahr können eine Darmspiegelung zu Früherkennung von Darmkrebs als Kassenleistung in Anspruch nehmen. Allerdings wird dieses Angebot nur von einem geringen Teil der Berechtigten in Anspruch genommen, möglicherweise weil diese Untersuchung als unangenehm angesehen wird.

Alternativ steht ein neuer, nichtinvasiver Screening-Test auf „Tumor M2-PK“ im Stuhl zur Verfügung. „M2-PK“ ist ein Enzym des Zuckerstoffwechsels, welches in dieser Form nur von Tumorzellen produziert wird. Mit diesem Test kann in 85 % der Fälle frühzeitig Darmkrebs, aber auch das Vorliegen von Darmpolypen erkannt werden. Im Vergleich hierzu können die bisherigen Testverfahren zum Nachweis von Blut im Stuhl (z. B. Hämoccult-Test®) lediglich in ca. 30 % der Fälle einen Hinweis auf einen bösartigen Darmtumor geben, denn nicht alle Tumoren bluten. Ist die „Tumor M2-PK“ im Stuhl nachweisbar, besteht der Verdacht auf das Vorliegen eines Darmtumors und eine Darmspiegelung ist erforderlich.

Wer soll sich testen lassen?

Ab dem 45. Lebensjahr ist eine jährliche Untersuchung zu empfehlen.

Wie wird der Test durchgeführt?

Sie bekommen von Ihrem Arzt ein Spezialröhrchen. Mit dem am Schraubverschluss angebrachten Plastiklöffel wird aus dem Stuhl eine erbsengroße Probe entnommen und in das Röhrchen überführt. Die Probe sollte innerhalb von 48 Stunden im Labor eingetroffen sein.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

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