Die Wechseljahre des Mannes

Der Alterungsvorgang

Die ersten Anzeichen des Alterungsvorganges treten beim Mann um das 50. Lebensjahr auf. Muskelmasse und Muskelkraft nehmen ab, häufig einhergehend mit einer Gewichtszunahme, Antriebsschwäche, depressiver Stimmung, Schlafstörungen und Gereiztheit. Nicht alle Männer weisen jedoch diese Beschwerden auf. Andererseits können solche Beschwerden teilweise schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten.

Die Rolle der männlichen Hormone

Die Konzentration der männlichen Hormone (Testosteron und DHEAS) im Blut fällt ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich ab. Bei 60-jährigen – so schätzt man – haben 20 bis 30% der Männer zu wenig männliche Hormone. Testosteron beeinflusst unmittelbar die Libido (sexuelles Verlangen), hat aber auch Einfluss auf Muskelaufbau, Fettgewebe, Blutbildung und Knochenstoffwechsel.

Die wichtigsten Zeichen dieses Hormonmangels sind:

Bauchumfang und Testosteronmangel

Durch Testosteronmangel kommt es häufig zu Zunahme insbesondere des Bauchfettes. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ab einem Bauchumfang von 102 cm beim Mann erniedrigte Testosteronspiegel vorliegen. Im Bauchfett werden zudem verschiedene Stoffe und Hormone vermehrt produziert, welche das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Altersdiabetes erhöhen.

Überprüfung der Hormonwerte im Blut

Folgende Hormonanalysen sind zu empfehlen:

Daneben ist zur Vorsorge des Prostatakrebses eine Bestimmung des Tumormarkers PSA anzuraten.

Welche Behandlung kommt in Frage

Bei einer Behandlung mit dem Ziel einer Aufrechterhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit kann eine Hormontherapie (Hautpflaster, Hautgel) sinnvoll sein. Häufig jedoch genügt eine Änderung der Nahrungsgewohnheiten und eine Steigerung der körperlichen Aktivität. Eine sorgfältige Labordiagnose sollte auf jeden Fall einer Behandlung vorausgehen.

Well-Aging-Medizin und die dazu gehörenden Laboruntersuchungen sind keine Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Gespräch mit Ihrem Arzt

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei uns im Labor.

 

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